„Felix“ hatte zuvor über dem warmem Meerwasser die gefährlichste Kategorie 5 erreicht. Gestern wurden Durchschnittswindgeschwindigkeiten von 270 Kilometer pro Stunde gemessen, in Böen war der Hurrikan noch stärker. Damit ist „Felix“ nach „Dean“ der zweite sehr starke Hurrikan in der Region innerhalb von zwei Wochen. In Honduras und Nicaragua wurden Erinnerungen an den Wirbelsturm „Mitch“ vor neun Jahren wach, damals waren tausende Menschen in den Tod gerissen worden.

Noch am 1. September war „Felix“ als Tropensturm eingeordnet worden. Hurrikan-Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia erklärte die schnelle Hochstufung zum Wirbelsturm der höchsten Kategorie mit den günstigen Bedingungen. „Es passte einfach alles zusammen: Das Wasser ist sehr warm mit Temperaturen bis nahe 30 Grad und es gibt überhaupt keine störenden Höhenwinde, die den Verstärkungsprozess bremsen könnten.“ Hinzu komme, dass „Felix“ für einen solchen Wirbelsturm sehr klein sei.

„Große Wettersysteme müssen sich sozusagen erst einmal sammeln und auf ein Zentrum konzentrieren, das brauchte „Felix“ nicht“, erläuterte Sävert. „Wenn der Hurrikan nicht noch etwas nach Nordwesten eindreht, droht in Honduras erneut eine Katastrophe“, befürchtete der Experte.

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