Rosemarie Plaul, 69, Rentnerin, Weißwasser: "Ich bin richtig geschockt und finde es sehr schade. Ich habe auf Platzeck gebaut und bin der Meinung, er hätte etwas bewegen können."
Sandra Irmler, 29, Arzthelferin, Guben: "Als Arzthelferin lege ich großen Wert darauf, dass unsere Patienten die Ratschläge der Ärzte befolgen. Weil schon ein Posten allein genug Stress macht, rate ich jedem, auf die Signale des Körpers zu hören, auch deswegen, weil die Gesundheit ein wertvolles Gut ist."

Hans Zerpka, 68, Rentner, Lübbenau: "Ich finde es gut, dass Platzeck das gemacht hat. Das ist der Erste, der auf seine Gesundheit achtet und nicht nur an die Karriere denkt. Natürlich ist das schade um den Mann, der hatte eine große Zukunft vor sich. Aber er hatte einfach zu viele Aufgaben. Nun kann er sich mehr um Brandenburg kümmern."

Doreen Hoff mann, 37, Kulturbeauftragte Gemeinde Röderland (Elbe-Elster), Saathain: "Es ist sehr schade, dass Mat thi as Platzeck vom Parteivorsitz zurückgetreten ist, aber wenn es aus gesundheitlichen Gründen ist, ist es für mich ein akzeptabler Grund."

Klaus Dehmel, 65, Rentner, Cottbus: "Matthias Platzeck hat sich bisher wunderbar geschlagen. Es wäre schade, wenn er uns als Ministerpräsident verloren ginge. Deshalb ist es vernünftig, dass er seine Ämter reduziert."

Stefan Böttcher, 56, Lehrer, in der Lausitz auf Urlaub: "Es ist schade, dass Platzeck zurückgetreten ist, denn er war das soziale Gewissen der SPD. Das traue ich Kurt Beck nicht zu. Beck kommt nicht von hier und kennt die Probleme des Ostens nicht. Frau Merkel und Herr Platzeck haben den Vorteil, die politischen Denkweisen draufzuhaben, die den Osten vom Westen unterscheiden. Wir im Osten wurden zu Kommunisten erzogen, die im Westen zu Verbrauchern. Für eine gute Politik brauchen wir eine Mischung aus Kommunismus und Kapitalismus, auch wenn ich weiß, dass das theoretisch kaum möglich ist."

Holger Schulz, 49, Forstfacharbeiter, Hoyerswerda: "Ich kann Platzeck verstehen, wenn er aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Ich denke jedenfalls nicht, dass er sich vor der Verantwortung drücken will."

Heinz Rothe, 68, Rentner, Luckau: "Ich bedaure seinen Rücktritt sehr, aber es gibt eben knallharte gesundheitliche Gründe, die jeder akzeptieren muss. Sein avisierter Nachfolger Beck ist aber eine gute Wahl."

Cornelia Kunze, 32, Krankenschwester, Groß Schacksdorf: "Ich bedauere Matthias Plat zecks Rücktritt vom Amt des Parteivorsitzenden der SPD. Ich hätte mir gewünscht, er wäre trotz gesundheitlicher Gründe nicht zurückgetreten. Er hat uns Bürger der neuen Bundesländer nicht schlecht vertreten. Platzeck ist ein sympathischer Mann mit viel Rückgrat. Er denkt noch wie einer von uns."

Bernd Manthei, 43, Kaufmann, Spremberg: "Es tut mir Leid für ihn, weil er sehr engagiert an die Sache herangegangen ist und mit überwältigender Mehrheit gewählt worden war. Es wäre schön gewesen, wenn er drangeblieben wäre. Er hat aber auch das Recht, an seine Gesundheit und seine Familie zu denken und Konsequenzen zu ziehen."

Maik Wendt, 26, Touris tik assistent, Senftenberg: "Platzecks Rücktritt hat mich sehr überrascht und ich finde das sehr schade. Ich schätze ihn als Persönlichkeit sehr, er kam sympathisch rüber - obwohl er nicht die Partei vertritt, die ich wähle. Ich hatte bisher gar nicht den Eindruck, dass er sich übernommen hatte."