Uefa-Präsident Michel Platini hat den Rücktritt begrüßt. "Es war eine schwierige Entscheidung, eine mutige Entscheidung, und die richtige Entscheidung", sagte Platini in einer Stellungnahme. Der Franzose hatte schon vor der Wiederwahl des Schweizers beim Fifa-Kongress am vergangenen Freitag versucht, Blatter zum Rückzug zu bewegen. Für den Fall einer fünften Amtszeit hatte Platini einen Rückzug europäischer Teams aus Fifa-Wettbewerben nicht ausgeschlossen.

Franz Beckenbauer zeigte Verständnis. "Es war eine vernünftige Entscheidung von Sepp Blatter. Der Druck wurde zu groß. Er wäre nie mehr zur Ruhe gekommen, ob er Schuld an den Skandalen trägt oder nicht. Das Problem der Fifa liegt in seinem System", sagte Beckenbauer der "Bild".

"Das ist die Entscheidung, die absolut richtig ist, die überfällig ist", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Wolfgang Niersbach, am Dienstag in Berlin. "Es ist eigentlich eine Tragik, warum er es sich selber und uns allen das nicht erspart hat, dass er das früher gemacht hätte." Mit dem Rücktritt seien aber nicht "alle Probleme gelöst".

Deutschlands Bundesliga-Präsident Reinhard Rauball wirkte ebenfalls erfreut. "Dies ist ein guter Tag für den Weltfußball. Alle, die für eine Reform der Fifa ernsthaft eingetreten sind, sind nun gefordert, mit konstruktiven Vorschlägen zur Einheit des Fußballs beizutragen", forderte Rauball.