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Pat McQuaid, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI: "Armstrongs Entscheidung, sich der Vergangenheit zu stellen, ist ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zur Wiederherstellung des Vertrauens in den Sport. Armstrong hat bestätigt, dass es keine Verschwörung und keine Absprachen zwischen ihm und der UCI gegeben hat."

John Fahey, Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada: "Er hat keine Namen genannt, hat nicht verraten, wer ihn (mit Dopingmitteln) versorgt hatte, welche Funktionäre involviert waren. Falls er auf Erlösung aus war, war er nicht erfolgreich."

Travis Tygart, Chef der US-Anti-Doping-Agentur Usada: "Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Er hat endlich zugegeben, dass seine Radsport-Karriere aus einer kraftvollen Kombination aus Doping und Betrug bestand."

Ex-Radprofi und Doping-Kronzeuge Jörg Jaksche: "Das war die Pflichtaufgabe, um sein Image aufzupolieren."

Ex-Radprofi Rolf Aldag: "Das war der erste Teil, morgen kommt der zweite und hoffentlich bald der dritte, nicht öffentliche, vor der Polizei, der Justiz, der Usada oder Wada. Das Allerschwierigste ist das Zugeben - ich weiß, wovon ich rede."

Radprofi Marcel Kittel: "Dass er gesteht, war letztlich ja nicht mehr überraschend. Es blieb ihm nichts übrig. Ich hoffe jetzt nur, dass er sich nicht nur bei Oprah Winfrey geäußert hat, sondern sein Wissen auch wichtigen Institutionen wie der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada oder der amerikanischen Usada preisgibt. Denn um es auf den Punkt zu bringen: Eigentlich ist nichts Neues rausgekommen. Was er getan hat, wird man ihm wohl nie verzeihen können."

Radprofi Jens Voigt: "Die Leute mögen Geständnisse, aber es wird für Lance sicher noch ein langer Weg. Ich habe gegen ihn nur ein, zwei Rennen verloren. (...) Aber es gibt sicher andere, die haben viel mehr unter ihm gelitten. Da wird noch mehr nötig sein als ein kurzes Sorry über den Bildschirm."

Novak Djokovic, Tennis-Weltranglistenerster: "Ich finde, es ist eine Schande für den Sport, einen solchen Athleten zu haben. Er hat den Sport betrogen. Er hat viele Menschen auf der ganzen Welt mit seiner Karriere und seiner Lebensgeschichte betrogen."