Von insgesamt mehr als 178 000 erfassten Fahrzeugen seien gut 4300 zu schnell unterwegs gewesen. "Dies entspricht einer Quote von 2,4 Prozent", sagte Polizeisprecher Mario Heinemann. An Tagen ohne angekündigte Kontrollen liege diese Quote bei etwa neun Prozent. Der erste bundesweite "Blitz-Marathon" lief den gesamten Donnerstag und endete am Freitagmorgen.

"Das war ein voller Erfolg, vor allem, weil es uns gelungen ist, mit den Verkehrssündern ins Gespräch zu kommen", sagte Heinemann. "Insgesamt waren die Autofahrer an diesem Tag aber deutlich entspannter unterwegs."

Er appellierte, auch künftig ohne die Ankündigung von Kontrollen auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu achten. Die Polizei werde weiterhin gefährliche Strecken mit Unfallschwerpunkten überwachen. "Schließlich gibt es keine Raserstrecken, sondern nur Raser", sagte Heinemann.

Nach Angaben der Polizei gab es während der Aktion auch weniger extreme Fälle von Rasern. Auf der Autobahn 111 ermittelte ein Videowagen einen Fahrer, der bei erlaubtem Tempo 100 mit 175 Stundenkilometern unterwegs war. Auf der Bundesstraße 2 bei Schmargendorf (Landkreis Uckermark) wurde bei erlaubten 70 Stundenkilometern ein Fahrzeug mit Tempo 132 geblitzt.