Während im Speckgürtel rund um Berlin immer mehr Menschen lebten, würden die Randregionen zunehmend ausgedünnt, schrieb Speer im Finanzplan des Landes.
Im „äußeren Entwicklungsraum“ ging die Zahl der Einwohner danach im Zeitraum von 1990 bis 2005 um insgesamt 14,2 Prozent zurück. Gleichzeitig gab es im Berliner Umland einen Anstieg um 27,4 Prozent. Allein im Jahr 2005 habe das Wanderungssaldo für die berlinfernen Regionen ein Minus von 13 383 Einwohnern gebracht, während im „Speckgürtel“ unter dem Strich ein Plus von 13 247 Bewohnern zu verzeichnen war.
Bundesweit sei Brandenburg hinter Mecklenburg-Vorpommern am dünnsten besiedelt, stellte Speer fest. Die Bevölkerungsdichte in der Mark liege mit 87 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich unter dem Durchschnitt der ostdeutschen Flächenländer von 123 Bewohnern. In den Randregionen Brandenburgs lebten sogar nur 62 Einwohner je Quadratkilometer, im Berliner Umland seien es 226. Auch in den kommenden Jahren werde die Bevölkerung des Landes stetig abnehmen, prognostizierte der Minister. Bis 2030 sei von einem jährlichen Rückgang um etwa 12 800 Menschen auszugehen. (dpa/jt)