Die CDU verstehe ihren Vorschlag als Kompromissangebot, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Colditz.
Nach Angaben der CDU gehen ihre Vorstellungen über die Pläne der parteiübergreifenden Initiative "Zukunft braucht Schule" (die RUNDSCHAU berichtete) hinaus, die trotz zurückgehender Schülerzahlen Schulschließungen verhindern will.
Neben Vorgaben zu Schülerzahlen pro Klasse macht der CDU-Entwurf Vorschläge unter anderem zur Einführung vom Fremdsprachenunterricht ab der dritten Klasse und schreibt eine Zusammenarbeit von Grundschule mit Kindergarten und Hort fest. Zudem wird vorgeschlagen, dass Schulleiter künftig an Auswahl und Einsatz von Lehrern beteiligt werden.
Laut CDU sollen in Klassen von Grundschulen wie bisher mindestens 15 Schüler lernen, in Mittelschulen und Gymnasien künftig mindestens 20 Schüler. Der Volksantrag schlägt dagegen vor, dass Klassen an Grundschulen generell mit zehn Kindern, an weiterführenden Schulen mit 15 gebildet werden können. Zudem will die CDU Klassen mit maximal 28 Schülern zulassen, per Volksantrag soll dagegen der so genannte Klassenteiler von 33 auf 25 reduziert werden.
Der Entwurf "Das bessere Schulkonzept" wurde ohne Debatte in die zuständigen Landtags-Ausschüsse überwiesen. Die Opposition scheiterte mit dem Ansinnen, bereits bei der Einbringung des Gesetzes darüber im Parlament zu debattieren. (dpa/bra)