Besucher“, teilte Ulrike Peter, Marketingleiterin der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten, am Freitag mit. Damit seien die Erwartungen der Organisatoren übertroffen. Insgesamt hatte man mit etwa 70 000 Besuchern gerechnet.

Vor fünf Wochen öffnete die Sonderschau ihre Tore. Bis zum 26. Februar 2012 ist sie im Schloss Moritzburg zu sehen. Die meisten Besucher kommen aus Sachsen. „Aber auch aus den benachbarten Bundesländern und aus Tschechien zieht es viele Fans nach Moritzburg“, sagte Peter.

Eine Besucherumfrage hätte gezeigt, dass vor allem die originalen Filmkostüme zu den beliebtesten Attraktionen zählen. Zum ersten Mal seit knapp 40 Jahren sind Ballkleid, Jagdkostüm und Co. wieder am einstigen Drehort zu sehen. Die Kostüme stammen aus dem Fundus der Barrandov-Studios in Prag, einem der größten Filmstudios in Europa. Mittlerweile wurden sie in Tschechien sogar zum nationalen Kulturerbe erklärt.

Zahlreiche Aschenbrödel-Fans werden am Samstag erwartet, wenn der Filmprinz zur Audienz bittet: Darsteller Pavel Travnicek, der einst den Gefährten Aschenbrödels mimte, gibt eine Autogrammstunde. Damit kehrt er zum wiederholten Male an den Original-Drehort des Kultfilms zurück. Im Winter 1972/1973 wurden in dem Barockschloss Moritzburg Teile des Films gedreht. Auf mehr als 2000 Quadratmetern zeigt die Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ Kulissen, Requisiten, Interviews mit Regisseur und Darstellern sowie Leihgaben leidenschaftlicher Filmfans.

Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit den Barrandov-Studios, der Defa-Stiftung und den Filmstudios Babelsberg sowie der Aschenbrödel-Fangemeinde. Der Märchenfilm wird jeweils zu Weihnachten in mehreren TV-Kanälen ausgestrahlt und gehört für viele Zuschauer traditionell zum Weihnachtsfest dazu.