Der Hergang sei nicht mit Darstellern nachgestellt worden. „Es geht nicht um das psychologische Moment.“ Die gewonnenen Erkenntnisse und andere Ermittlungsergebnisse sollen in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ an diesem Mittwoch vorgestellt werden.

Der 32-jährige Wachmann war am 2. Oktober vor dem Anwesen der Berliner Unternehmerfamilie Pepper in Bad Saarow angeschossen worden, als ein maskierter Mann drei Schüsse auf die Tochter der Familie abgab. Die junge Frau blieb unverletzt.

Die Mordkommission der Direktion Ost untersuchte das Gelände eines früheren Pionierlagers. Seit Freitag, auch am Wochenende, waren täglich 10 bis 15 Spezialisten im Einsatz, darunter beispielsweise auch Ballistiker. Ob die Spurensuche fortgesetzt werde, war zunächst noch nicht entschieden worden.

Die Polizei veröffentlichte am Montag ein neues Phantombild von dem mutmaßlichen Täter. Er soll etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß sein. Bekleidet war er mit Jacke und Hose aus Militärtarnstoff, Stiefeln und Handschuhen, wie es in einer Mitteilung hieß. Unter dem Helm mit Netz soll der Mann eine Brille getragen haben. Ein Schaukasten vor dem Ereignisort informiert die Bevölkerung jetzt darüber, was dort vorgefallen ist.

Die Polizei schließt nicht aus, dass wahrscheinlich derselbe Mann auch den Angriff auf die Frau des Unternehmers, Petra Pepper, Ende August zu verantworten hat. Sie war in dem Kurort niedergeknüppelt und schwer verletzt worden. Für Hinweise zur Aufklärung beider Taten setzte die Familie 50 000 Euro Belohnung aus.