Mit diesem Rückhalt kann der Generalsekretär deutlich freier agieren. Zudem steht der Begriff für eine herausgehobene Funktion in der Parteihierarchie - das ist ein qualitativer Unterschied.

Werden Sie ohne Rücksicht auf Reibungsverluste in der Koalition die SPD profilieren und zugleich mit der CDU hart ins Gericht gehen“
Aggressivität und Krawall sind keine probaten Mittel in der Politik, um auf sich aufmerksam zu machen und Menschen zu überzeugen. Die Überspitzung in vielen Aussagen ist doch eine inflationäre Erscheinung, die erstens Hilflosigkeit ausstrahlt und sich zweitens schnell abnutzt. Natürlich muss man pointiert argumentieren, inhaltlich überzeugen und unterschiedliche Positionen herausstellen können.
Ich neige aber nicht dazu, auf andere einzuschlagen. Wir wollen doch nicht aus parteitaktischen Gründen die Koalition aufs Spiel setzen, sondern bis 2009 demonstrieren, dass CDU und SPD miteinander regierungsfähig sind - verantwortungsvoll und geräuschlos. Daneben muss sich die SPD auch von der Linkspartei als politischem Gegner ganz klar abheben.

Wie wollen Sie die SPD für die Wahl 2009 nach innen und außen mobil machen?
Zuchtmeister nach innen möchte ich nicht sein. Ich will Informationen zwischen Parteiführung und Basis transportieren und muss geplante Umstrukturierungen umsetzen. Für die Wähler müssen wir in den vier Bereichen Jugend und Familie, Bildung, Demokratisierung und Rechtsextremismus und zukünftig verstärkt auch Wirtschaft und Arbeit die Kompetenzen der sozialdemokratischen Partei und ihre Erfolge in der Koalition noch deutlicher machen.

Mit ANDREAS WEIGEL
sprach Sven Heitkamp