Das Bürgerfest am Paulikloster soll einen Handwerkermarkt und ein Show-Programm bieten. Zu seiner Eröffnung wird Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erwartet.
Kinder können eine Zeitreise in die Geschichte machen, indem sie sich zu Hofdamen oder Ritter verkleiden lassen. Obendrein wollen etliche Künstler im Rahmen einer „Gala der Regionen“ auftreten, darunter die Gruppe Münchner Freiheit, der Pop-Chor Teltow-Fläming und der Sänger Dirk Michaelis. Zuvor erinnert ein Festakt im Paulikloster an die Geschichte der Mark. Hauptredner ist der brandenburgische Verfassungsrichter und Theologe Richard Schröder. Das Bürgerfest werden Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) eröffnen.
Dabei würden sich erstmals auf einem Fest dieser Art unter dem Motto „Perlen aus der Mark“ alle Landkreise und kreisfreien Städte mit Informationsständen präsentieren, sagte Appel. Als Beispiele nannte er Frankfurt
(Oder) als Standort der Solarindustrie sowie den wirtschaftlich starken Kreis Teltow-Fläming mit dem Fläming-Skate. Für das kulinarische Angebot zeichnet die Vermarktungsorganisation pro agro verantwortlich.
Ebenfalls beim Festakt im Paulikloster werden die besten Arbeiten des Schülerwettbewerbs mit dem Titel „850 Jahre Mark Brandenburg – Wir haben Geburtstag“ prämiert. An ihm haben sich nach Angaben von Landtagspräsident Fritsch rund 200 Schüler beteiligt. Im Kloster ist außerdem die Wanderausstellung „Als die Mark entstand . . . Spurensuche in Potsdam und Brandenburg an der Havel“ zu sehen. Sie zeigt unter anderem Bodenfunde am Standort des alten Potsdamer Stadtschlosses. Mit der symbolischen Pflanzung eine Tulpenbaums soll die Begrünung des Innenhofs im Pauli-Quartier begonnen werden.
Die rund 200 Veranstaltungen zum Landesjubiläum hätten dazu beigetragen, dass die Stadt Brandenburg ihren Platz als „Wiege der Mark“ gefestigt habe, sagte Oberbürgermeisterin Tiemann. Die Kommune habe dafür 50 000 Euro aus ihrem Verwaltungshaushalt bereitgestellt. Das Land beteiligt sich an dem Bürgerfest der nächsten Woche mit 80 000 Euro. Bereits am 11. Juni war im Dom zu Brandenburg mit einem Gottesdienst und Festakt an das 850-jährige Bestehen der Mark erinnert worden. An jenem Tag des Jahres 1157 hatte der Askanier Albrecht der Bär die an der Havel gelegene Brandenburg erobert. Am 3. Oktober nannte er sich erstmals auf einer Urkunde „Markgraf von Brandenburg“.