B randenburgs Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) schaut nach gut zwei Monaten zufrieden auf die Klickzahlen jenes Online-Portals, das vor allem Landeskinder fern der Heimat ansprechen soll. Neben den fast 74 000 Seitenansichten sind bis kurz vor Weihnachten mehr als 10 000 User tiefer in die Internetseite seines Ministeriums eingestiegen.

Dabei haben sie sich im Durchschnitt gut acht Minuten aufgehalten und acht Aktionen ausgeführt. Und was Baaske keineswegs überrascht: Jobangebote sind mit 29 415 Klicks am meisten nachgefragt vor den Informationen über das Land Brandenburg (4546) und dem Navigator zu Leben, Arbeiten, Bilden im Land (3571). Im Unterschied zu anderen Ländern im Osten zahlt Brandenburg keine Prämie an Rückkehrer. "500 Euro obendrauf beeinflussen keine Entscheidung zurückzukommen", betont Ministeriumssprecher Florian Engels gegenüber der RUNDSCHAU.

Vielmehr gehe es mit dem Portal darum, breit gefächerte Jobangebote zu machen, die von Wohnbedingungen, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten oder der Unterbringung der Jüngsten in Kitas flankiert werden. Dass inzwischen 366 Unternehmen - 90 mehr als zum Start des Portals - ihre Visitenkarte hinterlegt haben, darin misst der Minister die Akzeptanz dieses Online-Angebotes.

Eine Anzahl von Rückkehrern lasse sich aus der Online-Statistik nicht entnehmen. Doch Baaske ist sich sicher, dass das Portal positiv wirkt und "sich die Rückwanderung verstärken wird". Er verweist dabei auf Erhebungen des Leipziger Leibnitz-Institutes, wonach heute schon 50 Prozent der Zuwanderer aus dem Westen gebürtige Ostdeutsche sind .