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637 Schüler schreiben Mathe nach

Cottbus. Zweiter Anlauf für die Mathematik-Abiturprüfungen in Brandenburg. 637 von 1449 Lausitzer Schülern nutzen am heutigen Montag die Chance, ihren Abschluss in Mathe noch einmal zu schreiben. Bodo Baumert

Grund dafür ist eine Aufgabe in der ursprünglich gestellten Klausur. Diese wurde von vielen Schülern als zu schwer empfunden, zumal dieses spezifische Themenfeld offenbar nicht überall im Unterricht behandelt wurde.

Nach wochenlangen Diskussionen und einem Gutachten hat sich die Landesregierung entschlossen, den Schülern eine zweite Chance zu geben. Wer wollte, konnte sich für den neuen Termin mit neuen Aufgaben melden. 42 Prozent der Brandenburger Schüler haben davon Gebrauch gemacht.

Im Schulamtsbezirk Cottbus sind alle bis auf eine Schule betroffen. "Das bedeutet nicht, dass an diesen Schulen der Stoff nicht vermittelt wurde", schränkt Ministeriumssprecher Ralph Kotsch ein. Man habe allen Schülern die Möglichkeit eingeräumt, sich zur Nachprüfung anzumelden. Zudem gebe es auch Schüler, die aufgrund von Krankheit oder anderen Gründen am ersten Termin nicht an der Prüfung teilnehmen konnten.

Unterdessen geht die Diskussion über die Ursachen und Konsequenzen der Abi-Panne weiter. Viele Lehrer fühlen sich durch das Gutachten an den Pranger gestellt. Darin war unter anderem aufgeführt worden, dass von 30 Prozent der Schulen keine Lehrer an Fortbildungen zum neuen Rahmenlehrplan teilgenommen hatten. "Diese Kritik an der Lehrerschaft ist unangemessen", klagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft GEW in Brandenburg, Günther Fuchs.

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