Juli 2006 mit einem Brecheisen geschlagen, dann gefesselt und mit einer Plastiktüte erstickt zu haben. Als Grund nannte er andauernde Ruhestörung und Beschimpfung durch den ständig alkoholisierten Rentner.
"Ich wollte, dass es aufhört", sagte der ehemalige Buchhändler. Heute wisse er, dass man Konflikte auch anders lösen könne. Laut seiner Schilderung zersägte er das Opfer an den Folgetagen und versteckte die Leichenteile in Müllsäcken an verschiedenen Stellen. Er habe ihn nicht getötet, um anschließend ins Gefängnis zu gehen. "Ich wollte straffrei bleiben", erklärte der Angeklagte. Die in der Erstvernehmung geäußerte Tötungsabsicht bereits seit 2003 bestritt der 52-Jährige in der Hauptverhandlung.
Die ersten abgetrennten Gliedmaßen waren am 24. September von einem Spaziergänger unweit der B 95 bei Annaberg-Buchholz entdeckt worden. Anhand weiterer Funde konnte die Polizei Anfang Oktober das Opfer identifizieren. Durch Fingerabdrucksvergleiche wurde am 18. Oktober der mutmaßliche Täter ermittelt.
Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem zuletzt Arbeitslosen eine lebenslange Freiheitsstrafe. (ddp/mb)