Die Polizei begleitete die ohne größere Zwischenfälle verlaufenden Veranstaltungen mit einem Großaufgebot von 1100 Beamten. Sie registrierte 15 Straftaten, darunter die Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen. 18 Personen wurden fest- oder in Gewahrsam genommen. Bis gestern befanden sich aber alle wieder auf freiem Fuß, wurde mitgeteilt. Der Chemnitzer Oberbürgermeister Peter Seifert (SPD) sagte auf einer Kundgebung: „Wir können es nicht zulassen, dass die Schrecken des Krieges verharmlost werden.“ Fremdenfeindlichkeit und Rassismus hätten in Chemnitz keine Chance. „Die Demonstration bestärkt uns, auch einen Krieg im Irak zu verhindern.“ Zu der Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit hatte das Chemnitzer Bürgerbündnis „Mut zur Demokratie“ aufgerufen. Daran hatten sich zahlreiche autonome Gruppen, Parteien, Kommunalpolitiker, Künstler, Kirchenvertreter und Gewerkschaften beteiligt. (dpa/wie)