"Die Kommission hat den Finanzplan genehmigt", sagte Dresdens Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) gestern nach Gesprächen mit der EU-Kommission in Brüssel.
Das Pilotprojekt mit dem Namen "Enlarge-Net" soll rund 615 000 Euro kosten. Davon wird die EU nach Roßbergs Worten 80 Prozent, also rund 500 000 Euro, beisteuern.
"Das Projekt begleitet die Erweiterung auf praktische Weise", sagte Roßberg. Im Rahmen des Programms sollen Städte, Behörden, aber auch Europa-Häuser, Industrie- und Handelskammern oder Studieninstitute über die Grenzen hinweg miteinander arbeiten. Ziel sei der Wissens- und Erfahrungsaustausch. Mit Blick auf die EU-Erweiterung im Mai 2004 sollen die Städte gemeinsame Projekte entwickeln wie zum Beispiel für den Wohnungsmarkt, die Hochwasservorsorge, den Tourismus oder zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
"Gerade das Hochwasser hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit dringend verbessert werden muss", sagte der Oberbürgermeister.
Auf sächsischer Seite arbeiten die Städte und Regierungsbezirke Dresden und Chemnitz mit. Projektpartner sind auf polnischer Seite die Stadt Breslau (Wroclaw) sowie in Tschechien die Städte Karlsbad (Karlovy Vary) und Aussig (Usti nad Labem). Das Programm soll am 1. April starten und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.
Die Landeshauptstadt Dresden hatte im Oktober 2002 den Vorschlag bei der EU-Kommission eingereicht. (dpa/wie)