Selbstgemachte Himbeer- und Brombeerweine waren schon am letzten Festwochenende ausverkauft, sagte gestern Kulturamtsleiter Walter Kassin. Nach gut einer Woche sollte das Fest am Abend mit einem Höhenfeuerwerk enden.
Gestern kamen bei strahlendem Sonnenschein noch einmal 70 000 bis 80 000 Besucher nach Werder. Höhepunkt war der 1. Mai mit 100 000 Gästen gewesen. "Insgesamt ist es aber ein bisschen ruhiger und das wollen wir auch so", sagte Kassin. "Wir wollen die Familien mit Kindern und keine Randalierer." Dennoch musste die Polizei am Samstagabend einschreiten. Etwa zehn Rechtsradikale riefen ausländerfeindliche Sprüche und zeigten den "Hitler-Gruß", teilte die Polizei mit. Fünf Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. Größere Ausschreitungen gab es in diesem Jahr jedoch nicht auf dem Fest.
Die 21-jährige Baumblütenkönigin Doreen Schüler aus einer Werderaner Obstbauernfamilie wird nach dem Baumblütenfest dennoch nicht arbeitslos. Sie muss in zwei Wochen das Havelstädtchen auf dem Beelitzer Spargelfest repräsentieren. (dpa/bra)