Die kräftigen Tiere mit blonder Mähne und hell- bis rostbraunen Fell sind besonders als Freizeitpferde beliebt. Im Haflingergestüt Meura (Kreis Saalfeld-Rudolstadt), eines der größten Europas, gibt es am kommenden Wochenende zum Jubiläum mehrere Schauen.
Aus der Paarung des orientalischen Hengstes "133 El Bedavi XXII" und einer Landstute galizischer Herkunft wurde 1874 in Südtirol der erste Haflinger geboren: "249 Folie". 132 Jahre später ist die Rasse in Deutschland weit verbreitet. Bundesweit gebe es 9000 Zuchtstuten, davon mehr als die Hälfte in den südlichen Ländern, sagte Gestütsinhaber Siegfried Sendig. Sachsen und Thüringen zusammen seien mit knapp 1000 Stuten nach Bayern die zweitwichtigste Zuchtregion.
Das vor 40 Jahren gegründete Gestüt im Thüringer Wald ist nach eigenen Angaben das größte Haflingergestüt Europas. Bislang seien 1000 Tiere verkauft worden, sagte Sendig. Die Haflinger finden vor allem bei deutschen Pferdeliebhabern ein neues Zuhause.
Nachfragen kommen auch aus Italien, Frankreich, Portugal und der Schweiz. Jährlich werden in Meura 100 Fohlen geboren. Auf dem Gestüt leben derzeit 350 Pferde. (dpa/mb)