"Wir brauchen Aufklärung, aber auch das konsequente Vorgehen des Staates gegen die Verbreitung von skrupelloser Hetze und Gewaltverherrlichung", so Woidke. "Dazu schöpfen wir alle rechtsstaatlich zu Gebote stehenden Mittel aus."

Von den 42 Indizierungen entfielen 32 auf CDs mit rechtsextremen Inhalten. In zwölf Fällen bezogen sich die Anträge auf linksextremistische Texte, in acht Fällen verherrlichten die CDs Gewalt. Die indizierten CDs enthielten etwa Lobeshymnen auf die Vernichtung von Juden in den Konzentrationslagern, leugneten den Holocaust oder riefen zur Gewalt gegen Ausländer und Homosexuelle auf. Von linksextremistischen Musikgruppen stammten dagegen Aufrufe zur Gewalt gegen Polizeibeamte.

"Ebenso wenig wie der Staat Fremdenfeindlichkeit und Hass auf Ausländer akzeptieren kann und darf, kann er Aufrufe zur Gewalt etwa gegen Polizeibeamte hinnehmen", so Woidke. Allerdings seien nicht alle entsprechenden CDs verboten worden: Dass Textpassagen wie "Brenn Bulle brenn, brenn, brenn, Bulle brenn" oder "Hey ihr uniformierten Kellerasseln, hört ihr schon das Feuer prasseln" aus Sicht der BpjM offenbar kein Grund zur Indizierung seien, könne nicht sein, so Woidke.