Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Brandenburg unvermindert hoch: Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei knapp 4000 Fälle, ebenso viele wie im Jahr 2013. Besonders betroffen waren wieder Bürger in den Gemeinden rund um Berlin. Dort wurde in rund 2300 Häuser und Wohnungen eingebrochen und nur 16 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Die Vorbeugung müsse verbessert werden, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag bei der okayokayVorstellung der Kriminalstatistik 2014 in Potsdam.

„Täter geben meist auf, wenn sie länger als drei Minuten brauchen, um hineinzukommen.“ Im bundesweiten Vergleich hätten es die Einbrecher wegen mangelnder Sicherung in Brandenburg zu leicht.

Erfreulicher war dagegen die Entwicklung bei den Autodiebstählen: Insgesamt 3028 Autos wurden gestohlen, rund 500 weniger als im Vorjahr. Und in fast jedem dritten Fall (30 Prozent) konnte die Polizei die Täter fassen, 2013 gelang das nur in jedem fünften (21 Prozent).

„Ein hoher Fahndungsdruck und die verbesserte Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen zeigen Wirkung“, sagte der Innenminister. Auch die Gewaltkriminalität wie schwere Körperverletzung, Totschlag oder Mord ging leicht auf knapp 4200 Delikte zurück.

Insgesamt ist die Kriminalitätsbelastung in Brandenburg aber weiter sehr hoch: Die Zahl der Straftaten sank gegenüber dem Vorjahr zwar leicht um 0,6 Prozent auf rund 196 000 Fälle. Doch im Bundesvergleich liegt Brandenburg bei der Kriminalität in der Spitzengruppe der Flächenländer. Und die Polizei konnte weniger Täter fassen: Die Aufklärungsquote sank um 2 Punkte auf 52,4 Prozent.

Deutlich angewachsen ist nach Angaben von Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke die Rauschgiftkriminalität: Die Zahl der Delikte stieg um 38,5 Prozent auf insgesamt 7126. Dies sei vor allem auf verstärkte Ermittlungsarbeit der Polizei zurückzuführen. Sichergestellt wurden insgesamt 77 Kilogramm Cannabis, 42 Kilogramm Amphetamine und je drei Kilogramm Kokain und Crystal Meth.