Als besonders stark gefährdet gelten demnach Amphibien (75 Prozent), mehr als die Hälfte der Brutvögel sowie Moose und verschiedene Käferarten. Ursachen für den Rückgang sind nach den Angaben unter anderem bauliche Verdichtungen, zu viel durch Menschen erzeugte Helligkeit in der Nacht oder die Absenkung des Grundwasserspiegels.

"Erfreulicherweise gelten aber 62 Prozent der Arten als ungefährdet", wie ein Sprecher der Senatsverwaltung betonte. Bei einigen Arten habe sich die Situation sogar klar verbessert. Zum Beispiel ist die Bachforelle in Berlin wieder heimisch. Dafür sorgten die bessere Wasserqualität und die zunehmende Renaturierung von Flüssen. Außerdem hat sich die Gruppe der Flechten erholt. Das deutet auf eine insgesamt verbesserte Luftqualität hin.

In den vorgestellten 22 "Roten Listen" sind etwa 5000 Tier- und Pflanzenarten verzeichnet. Insgesamt soll es etwa 20 000 Arten in Berlin geben.