Schon um acht Uhr früh standen die ersten Schlange", sagte der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Christian Avenarius.
Insgesamt baten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt an diesem Wochenende 1009 Männer aus der Gegend um Radeburg zur Speichelprobe. Die Reihenuntersuchung der Soko "Heller" ging damit in die vierte Runde, nachdem im Juli und Ende September bereits 5184 Proben genommen wurden. Bei der Fahndung nach dem Unbekannten werden die sächsischen Ermittler jetzt auch von Kollegen aus Tschechien unterstützt.
Der Gesuchte hatte im September 2005 und Januar 2006 im Raum Dresden ein neun- und ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt. Das einzige eindeutige Indiz der Ermittler ist eine übereinstimmende DNA-Spur des Mannes.
Bislang waren insgesamt 7696 Männer zwischen 25 und 45 Jahren und einer Körpergröße von 1,65 bis 1,85 Meter um eine DNA-Probe gebeten worden. Die zur Auswahl herangezogenen Merkmale basieren auf zwei Phantomzeichnungen, die mithilfe der Opfer angefertigt worden waren.
Die Aktion könnte sich zum größten Massentest in der deutschen Kriminalgeschichte entwickeln, wenn nicht schon bald ein Tatverdächtiger gefunden wird. Die Behörden haben sich auf einen Extremfall von 100 000 Teilnehmern eingerichtet. (dpa/ta)