Jährlich würden rund 1300 Menschen an den Folgen der Trunksucht sterben. Die Zahl der Toten durch Rauchen wird nach den neuesten Zahlen mit 3500 angegeben. Dem stünden weniger als zehn Drogentote durch illegale Rauschmittel gegenüber, erklärte die Landesstelle.
"Die Zahlen beruhen alle auf Schätzungen, weil die Grenzen zwischen einfachem Genuss und Abhängigkeit leider fließend sind", sagte Claus Niekrentz Leiter der Landesstelle.
Außerdem sei es ein sensibles Thema, daher erführen lokale Beratungsstellen oft nichts von Suchtfällen. Niekrentz schlägt unter Hinweis auf die Todesfallzahlen ein gesundheitspolitisches Entgegensteuern vor.
"Statt Drogen wie Cannabis zu legalisieren, sollten andere Suchtmittel wie Alkohol im Erwerb eingeschränkt werden. Sei es durch höhere Preise oder den Verkauf nur zu bestimmten Tageszeiten." (dpa/ta)