Wegen der Entschärfung der englischen 250-Kilogramm-Sprengbombe mussten rund 3000 Menschen ihre Häuser vorübergehend verlassen. Etwa 100 Personen kamen in einer Schule unter. Die Innenstadt war im Umkreis von 500 Metern um den Fundort an der Langen Brücke abgeriegelt.
Der öffentliche Nahverkehr war durch den Bombenfund schwer beeinträchtigt. Der Zug- und S-Bahnverkehr am Hauptbahnhof waren unterbrochen. Wegen der Sperrung des Hauptbahnhofs hielten nach Angaben eines Bahn-Sprechers zur Feierabendzeit die Züge aus und nach Berlin nicht. Auch die S-Bahn fuhr den Bahnhof ab 16 Uhr nicht mehr an. Der Sprecher sagte, die Bahn plane bis 20 Uhr wieder regulär zu fahren.
Von 19.06 Uhr an fuhren wieder Züge, wie eine Sprecherin der Bahn dann am Abend mitteilte. Damit konnte der Zugverkehr fast eine Stunde eher wieder rollen. Bis sich alles normalisiert habe, werde es im Zugverkehr aber noch Verzögerungen bis in die Nachtstunden hinein geben. Durch die Sperrung war auch der öffentliche Nahverkehr beeinträchtigt sowie der Hafen der Weissen Flotte und das 17-stöckige Hotel Mercure betroffen, wo 150 Menschen untergebracht waren.
Die Bombe war bei Bauarbeiten für eine neue Straßenbahnbrücke an der Langen Brücke in Höhe Alte Fahrt entdeckt worden. Rund 220 Kräfte von Stadtverwaltung, Feuerwehr und Polizei waren bei der Entschärfung im Einsatz. In der Sperrzone liegen mehrere historisch bedeutende Gebäude, wie etwa die Nikolaikirche, das Alte Rathaus sowie der Marstall.
(dpa/mb)