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300 Unwetter-Einsätze für die Feuerwehr

Leserfoto vom Starkregen in Burg
Leserfoto vom Starkregen in Burg FOTO: Jürgen Scholz
Cottbus. Über 300 wetterbedingte Einsätze hat die Leitstelle Lausitz binnen 24 Stunden gezählt. Besonders stark traf der Dauerregen den Dahme-Spreewald-Kreis, den Raum Burg/Vetschau sowie Spremberg. bob

Für die Feuerwehren in der Lausitz gehen ereignisreiche Stunden zu Ende. Zunächst waren am Donnerstagmittag die Einsatzkräfte rund um Spremberg und Drebkau gefragt, als der Starkregen dort für zahlreiche Einsätze sorgte. 57 zählte die Leitstelle im Spree-Neiße-Kreis bis zum Abend. Betroffen war davon auch Burg sowie Vetschau und der nördliche Bereich des OSL-Kreises, wo die Leitstelle insgesamt 27 Einsätze bilanzierte.

Bis in die Morgenstunde des Freitags ging das Einsatzgeschehen in Dahme-Spreewald. Hier lag der Schwerpunkt der Einsätze, die sich auf über 200 summierten. Vollgelaufene Keller ließen die Pumpen im Dauereinsatz laufen. Im Bereich der A10/ Richard-Sorge-Straße setzte sich in Wildau ein Teil der Böschung in Bewegung. Eine Gefährdung für die angrenzende Autobahn konnte laut Polizei zunächst nicht ausgeschlossen werden. Die Autobahnmeisterei gab dann aber Entwarnung. Teilweise musste die Feuerwehr Pferde in Sicherheit bringen, die bis zu Bauch im Wasser standen. Für einige Kaninchen kam jede Hilfe zu spät.

In Guben wurde ein fünf Jahre altes Kind bei einem wetterbedingten Unfall verletzt. Es lief am Donnerstag gegen 16.15 Uhr unvermittelt quer über die Fahrbahn im Bereich des Neiße-Centers. Ein VW-Kleinwagen kam bei Starkregen und schlechter Sicht nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand, so dass ein Zusammenstoß unvermeidlich war. Das Kind wurde laut Polizeiangaben verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Auf der A 13 verlor ein Autofahrer auf regennasser Fahrbahn zwischen Bestensee und Groß Köris die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in die Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Es kam es zu einem mehrere Kilometer langen Stau.

Glimpflich davon kamen diesmal Elbe-Elster und Cottbus, wo die Feuerwehr jeweils nur einmal ausrücken musste. Auch Ostsachsen blieb diesmal weitgehend verschont. Acht Einsätze gab es laut Leitstelle im Kreis Görlitz, in Bautzen sah es ähnlich aus.

Hochwasserfolgen hat der Regen bisher nicht. Die Pegel in der Lausitz liegen alle im grünen Bereich. Warnungen wurden für die Neiße, Spree und Schwarze Elster ausgegeben. Hier können erste Warnstufen erreicht werden.