Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) hob anlässlich des bundesweiten Aktionstages die Bedeutung der Archäologie für das Land hervor. Landesweit gab es nach ihren Angaben seit 1990 rund 10 000 Ausgrabungen und archäologische Dokumentationen. Rund fünf Millionen einzelne Fundstücke – von Scherben über Münzen bis hin zu Großexponaten – seien geborgen worden. Wanka eröffnete den Tag des offenen Denkmals in der Uckermark.
Besonderen Ansturm erlebte das „Große Waisenhaus zu Potsdam“, dessen Barockbau aus dem 18. Jahrhundert stammt und in dem heute Büros untergebracht sind. „Volles Haus“ vermeldete auch der Atombunker Harnekop (Märkisch-Oderland), wo es Führungen und Lesungen gab. Rund 50 Menschen kamen zudem gestern zu dem nur alljährlich einmal zum Tag des offenen Denkmals stattfindenden wendischen Gottesdienst in die Wendische Kirche zu Vetschau (Oberspreewald-Lausitz). Auf archäologische Spurensuche konnten sich Interessierte außerdem in Cottbus, Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) begeben.
Neben größeren Stätten wie dem Neuen Palais in Sanssouci hatten auch in vielen kleinen Orten märkische Dorfkirchen, Bürgerhäuser oder Ruinen geöffnet. (dpa/bw)