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30-Jähriger soll Seniorin getötet haben

Senftenberg. Fast auf den Tag drei Monate nach dem Mord an Gudrun R. aus Senftenberg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Ein 30-Jähriger aus Schwarzheide soll die Frau getötet haben. Bisher schweigt er zu den Vorwürfen. Burkhard Fraune

"Nach umfangreichen und langwierigen Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft konnte ein der Tötung der 70 Jahre alten Rentnerin Beschuldigter festgenommen werden." Mit diesen Worten haben Polizei und Staatsanwaltschaft ihren Ermittlungs-Erfolg bekannt gegeben. Drei Monate hatte sich die Fahndung nach dem Täter hingezogen.

Am 2. Januar war Gudrun R. tot in ihrer Erdgeschosswohnung an der Schulstraße entdeckt worden. Eine Bekannte hatte nach ihr sehen wollen - und die Leiche gefunden. Schnell machte das Gerücht die Runde, die 70-Jährige habe mit durchgeschnittener Kehle in der Küche gelegen. Damals wie heute bestätigen die Ermittler das "im Detail" so nicht.

Eine 40-köpfige Ermittlergruppe war gebildet worden, um den Täter schnellstmöglich zu fassen. Sogar ein Foto des Opfers wurde veröffentlicht. Denn noch wenige Stunden vor ihrer Ermordung soll Gudrun R. mit dem Rollator unterwegs gewesen sein. Beim Einkaufen und in der Sparkasse. Offenbar hat der Täter bei oder nach dem grausamen Verbrechen Spuren hinterlassen. Denn in die umfangreichen Ermittlungen war "auch das Kriminaltechnische Institut der Fachdirektion Landeskriminalamt maßgeblich mit eingebunden", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nun mit. Als der 30-Jährige verhaftet wurde, durchsuchten die Ermittler auch gründlich seine Wohnung - und wurden fündig. "Die (. . .) sichergestellten Gegenstände bedürfen noch der kriminaltechnischen Auswertung." Ansonsten halten sich die Ermittler weiter bedeckt. Auch, in welcher Beziehung der 30-Jährige zu Gudrun R. stand, wurde nicht mitgeteilt. Das Amtsgericht Senftenberg hat gegen den Mann Haftbefehl erlassen - unter anderem wegen Mordes.