(kw) Die Meteorologen sagen für die nächste Woche die erste große Hitzewelle des Sommers voraus. „Bislang ist es zwar fast immer sehr warm gewesen. Es gab aber noch nicht über mehrere Tage hinweg in weiten Teilen des Bundesgebietes mehr als 30 Grad Celsius“, sagt Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Subtropische Luftmassen sind im Anmarsch. Diese dürften „die ohnehin schon extreme Trockenheit“ vor allem in Nord- und Ostdeutschland noch verschärfen. Auch die Waldbrandgefahr werde in der neuen Woche noch zunehmen, erklärt der Wetter-Experte weiter.

Zwischen Spreewald und Elbe-Elster-Land rücken die Feuerwehren bereits mit den Bauhöfen aus, um die dürstenden Straßenbäume und kommunalen Grünanlagen zu wässern. Auf Friedhöfen müssen wegen der Brandgefahren die Grabkerzen gelöscht werden. Landwirte, die Weidetiere halten, beklagen die Futternot auf den verdörrten Wiesen. Die Stadt Erfurt in Thüringen hat das Entnehmen von Flusswasser aus der Gera jetzt unter Strafe verboten. Denn der Mindestwasserstand zum Schutz der Tiere und Pflanzen ist bereits unterschritten.

Und in der Lausitz, die den langjährigen Cottbuser Wetterdaten zufolge zu den sonnenverwöhntesten Regionen Deutschlands gehört, wird es noch heißer. Am Wochenende wird der aktuellen Prognose zufolge schon an der 30-Grad-Celsius-Marke gekratzt. Die Notaufnahmen der heimischen Kliniken rechnen mit den ersten Hitzeopfern. Ab Mittwoch werden die Menschen unter noch mehr Hitze ächzen oder die Strände der Lausitzer Seen stürmen.

Feuchtigkeit sorgt für Surralarm Achtung: Jetzt kommen auch die Tropenmücken

Dessau-Roßlau/Berlin

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