Die Summe der ausgelösten Investitionen stieg um 41 Millionen Euro auf insgesamt 223 Millionen Euro. 735 neue Arbeitsplätze entstanden, bezogen auf das Vorjahr ist das ein Plus von elf Prozent.

"Die Arbeitsplätze sind geografisch breit über Sachsen verteilt", erklärte WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel. 13 Projekte mit rund 430 Arbeitsplätzen wurden im Direktionsbereich Dresden realisiert, sieben Vorhaben mit mehr als 200 neuen Jobs im Bereich Chemnitz. Auf die Leipziger Region entfielen vier Projekte mit knapp 100 Jobs.

Die Branche Mobilität war laut Nothnagel bei Ansiedlungen und Erweiterungen Nummer eins - dazu zählen etwa Automobilbau, Logistik sowie Luft und Raumfahrt. Auch die Medizintechnik gewinnt in Sachsen an Bedeutung. Unter anderem entschied sich die B. Braun Melsungen AG im Vorjahr für den Bau ihrer neuen Produktionsstätte für Dialysatoren für den Standort Wilsdruff.

Insgesamt verbuchte die WFS im Vorjahr 77 Anfragen von Investoren - etwas weniger als im Jahr zuvor. 209 Standortangebote gingen an Unternehmen. Der Imageschaden wegen fremdenfeindlicher Vorfälle habe aber nicht dazu geführt, dass Investoren abgesprungen seien. "Der gefühlte Schaden ist größer als der messbare", erklärte Nothnagel.

Die Zeit der großen Ansiedlungen ist nach Einschätzung von Minister Dulig allerdings vorbei. Der Fokus der landeseigenen Wirtschaftsförderung richte sich daher nicht nur auf neue Investoren aus dem Ausland, sondern vor allem auf die Stärkung der hiesigen mittelständischen Unternehmen. Die WFS versteht sich als Brückenbauer zu Investoren. Außerdem hilft sie sächsischen Firmen bei Messeauftritten und anderen Präsentationen im Ausland.