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| 02:43 Uhr

24:17 – Deutschland ist Europameister

Spaniens Abwehr bekam Steffen Fath & Co. nie in den Griff.
Spaniens Abwehr bekam Steffen Fath & Co. nie in den Griff. FOTO: dpa
Krakau. Das deutsche Handball-Märchen ist perfekt. Mit einem bärenstarken 24:17 (10:6) im Finale gegen Spanien hat sich das Team von Trainer Dagur Sigurdsson in Krakau den EM-Titel gesichert. dpa/skl

Deutschlands Handballer haben ihren sensationellen Auftritt bei der EM mit Gold gekrönt. Dank eines schier unüberwindbaren Torwarts Andreas Wolff sowie einer grandiosen kämpferischen und taktischen Leistung setzte sich die junge Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson mit 24:17 (10:6) gegen den zweimaligen Weltmeister Spanien durch.

Es ist der größte Erfolg für den Deutschen Handball-Bund seit dem WM-Titel 2007. Mit der Goldmedaille um den Hals und dem Direktticket für die Olympischen Spiele in Rio in der Tasche darf sich die DHB-Auswahl an diesem Montag bei der Party in Berlin feiern lassen.

Dabei herrschte in der Tauron-Arena von Krakau schon Heimspiel-Atmosphäre. Als das deutsche Team den ersten Angriffsversuch der Spanier, die im ersten EM-Duell in Polen Deutschland noch 32:29 besiegt hatten, erfolgreich blockte und den Ball eroberte, brandete tosender Applaus unter den 15 000 Zuschauern aus. Erst recht beim 1:0 durch Linksaußen Rune Dahmke. Und in Deutschland drückte selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel die Daumen.

Worauf es ankam, um zum zweiten Mal nach 2004 den EM-Titel nach Deutschland zu holen, war klar. "Wir müssen eine sehr starke Abwehr haben", betonte Sigurdsson unmittelbar vor dem Anpfiff. Und seine Jungs, formiert in einer 6:0-Deckung, setzten das brillant um, erlaubten den Spaniern in den ersten sechs Minuten der Partie nicht mal einen einzigen Treffer. Erst per Siebenmeter überwanden die Iberer erstmals den überragenden Andreas Wolff.

15 Minuten vor Ende führte Deutschland mit sieben Toren (16:9). Wie im Rausch setzten sie die Demütigung der Spanier fort. Die Spieler hüpften schon vor dem Abpfiff an der Seitenlinie, auf den Tribünen sangen sie: "Oh, wie ist das schön."