Davon werde einer künftig in die Öffentlichkeitsarbeit des Verfassungsschutzes eingebunden. 14 der Aussteigewilligen meldeten sich laut Bauer über das Hinweistelefon. Die übrigen hätten die Behörde auf anderen Wegen kontaktiert, etwa per Post.
Dem LfV-Sprecher zufolge sind alle Ausstiegskandidaten - darunter keine Frauen - aktive Rechtsextremisten aus Parteien, Kameradschaften und Skinheadgruppen. Der älteste potenzielle Aussteiger war dem LfV-Sprecher zufolge 56 Jahre alt, der jüngste 17. Auch ein Funktionär habe sich bei der sächsischen Behörde gemeldet. Solche Fälle würden allerdings immer an das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) verwiesen, sagte Bauer.
Von den Aussteigewilligen sei bislang nur einer bedroht worden. Der sächsische Verfassungsschutz werte das Aussteigerprogramm als "großen Erfolg". Gemessen an den 3300 organisierten Rechtsextremisten im Freistaat sei der Aussteiger-Anteil zwar gering, sagte Bauer.
Ausschlaggebender Faktor sei jedoch Verunsicherung und Schwächung der Szene, welcher durch die aggressiven und abwertenden Reaktionen von entsprechenden Gruppen belegt werde.
Zudem sei das Programm nur ein Stein in der Strategie der präventiven und repressiven Bekämpfung des Rechtsextremismus im Lande. (dpa/bra)