Der Grund: Sie hätten Kleidung des Labels "Thor Steinar" oder anderer Marken getragen, "die von Rechtsextremisten als szenetypisches Erkennungs- und Abgrenzungsmerkmal benutzt werden".

Klatte betonte, dass das Verbot "konsequent umgesetzt" werde. Dabei berufe man sich auf die in der Hausordnung festgeschriebenen Sanktionsmöglichkeiten, wenn Personen "in einer der Würde des Landtags nicht entsprechenden Weise" erscheinen.

"Von der Veröffentlichung einer Liste bestimmter Marken wird bewusst Abstand genommen, da dadurch die Umgehung der entsprechenden Regelung erleichtert werden würde", erklärte er weiter. Bevorzugt würden interne Dienstanweisungen an das Personal, falls es Anpassungsbedarf gebe. Den sah zuletzt der SPD-Abgeordnete Henning Homann, dessen Forderung nach einem "Thor Steinar"-Hausverbot die Landtagsverwaltung mit dem Verweis auf die seit 2007 gängige Praxis gekontert hatte.

Die Internet-Plattform "Endstation Rechts" zitiert nun aus einem neuen Schreiben Homanns an das Parlamentspräsidium, in dem er eine Präzisierung der bisherigen Richtlinien verlangt.

Dem SPD-Politiker und anderen Beobachtern seien in der Vergangenheit mehrere Personen aufgefallen, die im Landtag Kleidungsstücke von "Thor Steinar" getragen hätten - darunter angeblich nicht nur Besucher des Parlaments, sondern auch "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NPD-Fraktion". Die NPD sitzt seit dem Jahr 2004 im Parlament des Freistaates.