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Lausitz
Betonkrebs sorgt für Stau-Stress

Cottbus. Auf der A 13 und der A 15 werden in diesem Jahr fünf Baustellen in der Lausitz eingerichtet. Von Christian Taubert

Auf den Autobahnen zwischen Cottbus und Berlin rollt es zurzeit. Vielfahrer und Pendler wissen aber, dass dies nur die Ruhe vor den nächsten Staus ist. Wo heute Betonkrebs zu Tempolimit zwingt, wird morgen aufwendig erneuert: Fünf Großbaustellen wird es ab dem Frühjahr auf den Autobahnen 13 und 15 geben.

„Die Betonkrebs-Abschnitte müssen komplett erneuert werden, da hilft kein Ausbessern“, sagt Bauüberwacher Thomas Mattuschka vom Landesbetrieb Straßenwesen der RUNDSCHAU. Neben zwei Baustellen zwischen Bestensee und Duben sowie einer Richtung Dresden erhält auch die A 15, deren erster Abschnitt vor 25 Jahren freigegeben wurde, 2018 an zwei Stellen eine Verjüngungskur.

Für die knapp zehn Kilometer zwischen Boblitz und Ortshöhe Göritz werde ab Herbst gut ein Jahr Bauzeit eingeplant, sagt Mattuschka. Obwohl eine Komplettsperrung dieses Bauabschnittes verworfen wurde, müssen sich Pendler dort auf Dauerstress einrichten. Denn während der Bauphase soll stets nur ein Fahrstreifen mit Tempolimit zur Verfügung stehen.

Betonkrebs ist eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion, die das Betongefüge im Autobahnbelag zerstört, aus dem plötzlich Brocken herausbrechen und so zur Gefahr für Kraftfahrer werden können. Für die kurzzeitige Sanierung solcher Stellen sind die Autobahnmeistereien zuständig. „Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr zwei Tempo-80-Zonen auf der A 15 endlich wieder freigeben können“, sagt der Leiter der Autobahnmeisterei Gallinchen, Gerald Jahn.