A utofahrer haben 2011 so viel fürs Tanken zahlen müssen wie nie zuvor. Der ADAC geht von einem Durchschnittspreis in Höhe von 1,52 Euro pro Liter Superbenzin und von 1,41 Euro für Diesel aus. „Beim Diesel ist der Anstieg besonders deutlich zu spüren“, sagte ADAC-Sprecher Klaus Reindl in München. Aufgrund unterschiedlicher Steuersätze müsste der Abstand zwischen Benzin und Diesel eigentlich 22 Cent je Liter betragen, tatsächlich liege er derzeit aber nur bei sechs Cent. „Das bedeutet, dass hier die Mineralölkonzerne ganz kräftig in die Taschen der Autofahrer greifen“, kritisierte Reindl. Diesel sei überteuert, auch wenn sich der Abstand zu Benzin zuletzt vergrößert habe. Die Mineralölkonzerne sehen es umgekehrt: Benzin sei gegenwärtig sehr günstig. Im europä ischen Vergleich liege der deutsche Preis auf Platz 24 unter 27 Ländern – allerdings nur der Preis ohne Steuern. Gegenwärtig kostet die günstigste Benzinsorte E10 in Deutschland laut ADAC 1,50 Euro je Liter, Superbenzin ist drei Cent teurer. Für Diesel müssen die Autofahrer 1,44 Euro je Liter bezahlen.

Für die hohen Preise nannte der ADAC-Sprecher eine Reihe von Gründen: Zum einen gebe es in Deutschland einen relativ hohen Steuersockel. Zudem versuchten die Mineralölkonzerne immer wieder, höhere Preise am Markt durchzusetzen .

L aut einem vom ADAC erstellten Zehn-Jahres-Vergleich hat sich Benzin in diesem Zeitraum um 49 Prozent und Diesel um 72 Prozent verteuert. Bei 15 000 gefahrenen Kilometern im Jahr bedeute das Mehrkosten von 371 Euro bei einem Diesel-Kleinwagen und bis zu 714 Euro bei einem Benziner der Oberklasse . Kommentar Seite 2