Als Beleg nannte Stange unter anderem die Verabschiedung des Doppelhaushaltes für 2007/2008 mit mehr Geld für die Forschung als ursprünglich geplant. "Das gibt eine gute Sicherheit für die nächsten zwei Jahre." Der auf Länderebene ausgehandelte Hochschulpakt 2020 bringe Sachsen nicht nur zusätzliche 27 Millionen Euro. Er biete die Garantie, dass trotz sinkender Bevölkerungszahl die Plätze für Studienanfänger auf gleichem Niveau bestehen bleiben.
"Das ist nicht nur ein Signal für junge Menschen im Westen, Sachsen als Standort für ein Studium zu wählen. Zugleich können wir so einen Beitrag dazu leisten, den drohenden Fachkräftemangel als Folge der demographischen Entwicklung abzumildern." Der Freistaat wolle mehr Studienanfänger anlocken und auch nach Abschluss als Arbeitsort attraktiv bleiben.
"Ich bleibe dabei: Am 1. Januar 2008 wird ein neues Hochschulgesetz in Kraft treten", sagte Stange zu einem seit langem strittigen Thema. Voraussichtlich im März werde der Kabinettsentwurf vorgelegt. "Mit dem Gesetz machen wir einen wichtigen Schritt, mehr Verantwortung an die Hochschulen zu verlagern." Das Gesetz dürfe die Hochschulen nicht aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entlassen und müsse ihnen zugleich mehr Spielraum eröffnen. Mit Blick auf die Museen gehe es im kommenden Jahr vor allem um zukunftsfähige Strukturen für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und ein Nutzungskonzept für das Japanische Palais in der Elbestadt. Zuletzt hatten die Kunstsammlungen wiederholt darüber geklagt, dass sie trotz Erweiterung der Ausstellungsfläche zum Personalabbau gezwungen seien. Stange sieht die Chance, das mit einer neuen Rechtsform in den Griff zu bekommen. Ob als Staatsbetrieb od er in Regie einer Stiftung, das sei noch völlig offen.
Die Ministerin dämpfte Erwartungen, dass Sachsen alle seine Kunstschätze fortan in vollem Umfang präsentieren könne. "Wir können uns im Grunde keine Ausdehnung der Museumsfläche mehr leisten. Wir besitzen zwar genügend Exponate im Fundus. Wenn aber kein zusätzliches Personal finanzierbar ist, müssen wir uns auch künftig beschränken."