Einige tausend Brandenburger haben gestern erneut gegen den Krieg im Irak demonstriert. Neben den zehn offiziell angemeldeten Protestmärschen erwartete die Polizei landesweit auch wieder zahlreiche spontane Kundgebungen und Umzüge. Für das Wochenende haben Friedensinitiativen weitere Protestveranstaltungen im ganzen Land angekündigt.
In Potsdam gingen rund 2000 Schüler gegen den Irak-Krieg auf die Straße. Mit Trillerpfeifen und Hupen zogen sich durch die Innenstadt. Auf Transparenten wurde ein sofortiges Ende des Krieges gefordert. Der Protest verlief nach Angaben der Polizei friedlich; eine Sitzblockade sei freiwillig beendet worden. Nur zwei Teilnehmer seien kurzfristig in Gewahrsam gekommen. Am Donnerstag hatten 3000 Schüler in der Landeshauptstadt gegen den Krieg demonstriert.
Die Sicherheitslage im Land ist derweil nach Angaben des Innenministeriums unverändert. Über sie seien gestern Vertreter aller Ministerien informiert worden, sagte ein Sprecher. Die Polizei bleibe "auf hohem Niveau mobilisiert".
Demonstrationen erwartete die Polizei unter anderem in Oranienburg und Zehdenick. Das Frankfurter Polizeipräsidium hatte Anmeldungen für sechs Protestversammlungen in Guben, Bad Freienwalde, Angermünde und Prenzlau. Am Donnerstag war es im Bereich des Frankfurter Polizeipräsidiums zu 21 Demonstrationen gekommen. Dabei fand die größte Protestkundgebung mit 900 Teilnehmern in Fürstenwalde statt.
In Frankfurt (Oder) hatten rund 500 Demonstranten eine grenzüberschreitende Lichterkette über die Oderbrücke zur polnischen Nachbarstadt Slubice gebildet. (dpa/ta)