Und nur zwei Jahre jünger ist die 1988 begründete Städtepartnerschaft zwischen Finsterwalde und dem saarländischen Eppelborn. "Dass wir Partner wurden, könnte einem Rechtschreibfehler geschuldet sein", sagte Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) am Montag in Potsdam. Ursprünglich habe man wohl an Fürstenwalde gedacht. Doch so profitierte die Sängerstadt nach der Wiedervereinigung von der Aufbauhilfe aus dem Westen. Kopierer und sogar ein Bagger für den Bauhof traten die Reise in die Lausitz an. "Für uns war und ist die Partnerschaft ein Glücksfall", sagt Gampe. Freundschaften seien entstanden, Vereine besuchen sich, Unternehmer tauschen sich aus. "Die Städtepartnerschaften zwischen Ost und West sind auch 25 Jahre nach der deutschen Einheit ein Erfolgsprojekt", sagt Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg. "Sie haben einen unverzichtbaren Beitrag für die Begegnung und das gegenseitige Verständnis in allen Teilen Deutschlands geleistet." Von den einst mehr als 2000 deutsch-deutschen Partnerschaften seien heute noch etwa 450 lebendig, 200 gibt es in Brandenburg.

Wenn im Herbst Brandenburg den 25. Geburtstag begeht, wird vielerorts gefeiert: auch in Wittenberge, wo ein Elbschiffer, der Hafer aus Brandenburg zu einem großen Müslihersteller in Elmshorn transportierte, vor 25 Jahren eine Partnerschaft zwischen den beiden Städten anregte. "Unser Anliegen ist es bis heute, die Menschen aus beiden Städten auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens einander näherzubringen", sagt Wittenberges Bürgermeister Oliver Herrmann. Deswegen werde sich zum Jubiläum im Sommer ein Bus auf den Weg nach Schleswig-Holstein machen - es seien zwischen Menschen aus den Städten mittlerweile sogar Ehen geschlossen worden.