Wie die Leitstelle Lausitz am Morgen bestätigte, waren rund 30 Fahrzeuge im Einsatz. In der Nacht hatte sich das Feuer massiv ausgeweitet. 200 Hektar standen in Flammen.

Laut Wolfhard Kätzmer, Kreisbrandmeister in Spree-Neiße, befand sich der Kern des Feuers in einem Bereich, der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit munitionsbelastet ist. Dadurch wurde die Arbeit zusätzlich erschwert.

THW und ein Löschpanzer wurden angefordert, dann allerdings kam Hilfe von oben. Der einsetzende Regen kam da hin, wo die Feuerwehr nicht mit dem Wasser hinkonnte. Gegen 12 Uhr meldete Ronald Judis, Kreisbrandmeister in Dahme-Spreewald: "Das Feuer ist aus."

Der Brand war am Montag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen. Die Flammen hatten zunächst vier Hektar Wald und Heide erfasst. Wahrscheinlich wegen des trockenen Wetters, des Winds und dadurch, dass die Feuerwehrleute das alte Militärgelände wegen vermuteter Munition nicht betreten dürfen, hat sich das Feuer in der Nacht ausgebreitet.

Im Raum Lieberose befand sich einst der größte Übungsplatz für Soldaten in Ostdeutschland. Das jetzt vom Feuer betroffene Gebiet gehört der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Die Heidelandschaft war im 18. Jahrhundert entstanden, als die Wälder vom Menschen abgeholzt wurden.

Brandeinsätze gab es für die Feuerwehr am Montagabend zudem in Elbe-Elster. Hier waren 2500 Quadratmeter Waldboden beim Hohenleipisch betroffen, sowie 300 Quadratmeter bei Gorden-Staupitz.