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20 Jahre Haft für Ägyptens Ex-Präsident Mohammed Mursi

Kairo. Der 2013 gestürzte ägyptische Präsident Mohammed Mursi (Foto: dpa) ist erstmals verurteilt worden und soll wegen Anstiftung zur Gewalt gegen Demonstranten 20 Jahre hinter Gitter. Zwölf weitere Spitzenfunktionäre der verbotenen Muslimbruderschaft, unter ihnen die Führungsmitglieder Essam al-Arian und Mohammed Beltagi, sollen ebenfalls 20, zwei weitere 10 Jahre ins Gefängnis, entschied ein Gericht in Kairo am Dienstag. dpa/uf

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Gegen den Islamisten Mursi sind noch drei weitere Verfahren wegen Spionage und Landesverrats anhängig, in denen ihm die Todesstrafe droht. Kritiker sprachen von einem politisch motivierten "Fehlurteil" und "fadenscheinigen Beweisen". Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten den Mord an elf Demonstranten vorgeworfen, wofür ihnen die Todesstrafe gedroht hätte. Das Gericht sah jedoch den Tatbestand des Mordes nicht als erwiesen an. Das Verfahren bezog sich auf Zusammenstöße vor dem Kairoer Präsidentenpalast im Dezember 2012.