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2,1 Millionen für BTU-Biomarker

Senftenberg. Das Bundes-Forschungsministerium fördert die Biotechnologie an der BTU Cottbus-Senftenberg mit 2,1 Millionen Euro. Dafür werden an der Lausitzer Universität elf Großgeräte in der medizinischen Bioanalytik finanziert. Christian Taubert

Die Mittel aus der Innovationsinitiative des Bundes für die neuen Länder dienen weiteren Forschungen in der Multiparameterdiagnostik am Institut für Biotechnologie am Senftenberger Campus.

Hier wird unter der Leitung von Prof. Peter Schierack seit Jahren erfolgreich an sogenannten Biomarkern geforscht. Sie helfen Ärzten bei der Diagnose. So machen es in Senftenberg entwickelte Verfahren möglich, im Diagnostiklabor mehrere Verdachtsfälle auf mögliche Erkrankungen eines Patienten mit einem Mal - statt bisher einzeln - zu analysieren und daraus die notwendige Therapie zur Heilung der Krankheit des Patienten abzuleiten.

"Wir befassen uns mit der schnellen, hochpräzisen und kostengünstigen Charakterisierung von Patientenmaterial, damit der behandelnde Arzt daraus geeignete Therapiemaßnahmen ableiten kann", verweist der Prodekan der Fakultät Umwelt und Naturwissenschaften Peter Schierack auf die Strategie, die Forschung in der medizinischen Bioanalytik an der BTU künftig auszubauen. Die neuen hochmodernen Geräte, die im Herbst 2017 bereits in Betrieb gehen sollen, würden dafür beste Voraussetzungen - auch in Kooperation mit regionalen Partnerunternehmen - bieten.

Unterdessen ist am Donnerstag ein Patenmodell an der BTU vorgestellt worden, das regionale Unternehmen schneller mit passenden Ansprechpartnern an den Standorten Cottbus und Senftenberg zusammenbringt.