Laut Anklage hat er das ahnungslose Opfer mit einem Tritt in den Rücken eine Treppe 15 Meter hinuntergestürzt. Anschließend habe er den Mann mit Fäusten und Füßen gegen den Kopf geschlagen und getreten.

Das Gericht will mithilfe eines Gutachters klären, ob intensives Spielen von brutalen Computerspielen Auswirkungen auf die Schuldfähigkeit haben kann. Der Beschuldigte hatte bei Vernehmungen erklärt, dass es bei den virtuellen Wrestling-Kämpfen ähnliche Szenen gegeben habe, wie er sie später an seinem Opfer vollzog.

Gutachter ist Prof. Spitzer aus Ulm. Der Hirnspezialist schließt in seinen Forschungen nicht aus, dass es nach intensivem Durchleben virtueller Gewaltszenen zu erheblichen Änderungen der Hirnfunktionen kommen kann. (Eig. Ber./sw)