Seit Donnerstag sitzt ein gleichaltriger Bekannter des Opfers wegen des Verdachts auf Totschlag in Haft, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Andreas Feron, gestern mitteilte. Der Tatverdächtige bestreite zwar, irgendetwas mit der Sache zu tun zu haben. "Wir meinen aber, seine Angaben widerlegen zu können", betonte Feron. Dazu gehörten Blutspuren in der Wohnung der Frau, die von ihm stammten. Ferner erschienen die Erklärungen des 18-Jährigen für Schnittverletzungen an der Hand und Kratzspuren am Kopf den Ermittlern nicht plausibel. Nach Zeugenangaben wollte die junge Frau an dem Abend, bevor sie zu Tode kam, mit dem Tatverdächtigen "Schluss machen". Dieser räumt Feron zufolge auch ein, sie in ihrer Woh nung getroffen zu haben, will aber nach einer Dreiviertelstunde gegangen sein, ohne dass etwas Schlimmes passiert sei. Passanten hatten die Leiche der jungen Frau in der Nacht zum Dienstag vor dem Wohnhaus entdeckt. (ddp/gb)