Aus 300 bundesweit einheitlichen und zehn speziellen Landesfrag Aen werden je 33 ausgewählt. Wer 17 Fragen richtig beantwortet, hat bestanden. Der Test kostet 25 Euro und kann beliebig oft wiederholt werden.

Vor Inkrafttreten war der neue Test auf Kritik gestoßen. Inzwischen hat das Bundesinnenministerium mehrere Fehler und missverständliche Formulierungen in den Fragen korrigiert. Oppositionspolitiker und Migrantenverbände zweifeln grundsätzlich am Sinn des Tests. Der jetzt ohne weitere Änderungen angeordnete Test soll nach angemessener Zeit analysiert, überprüft und möglicherweise verändert werden.
Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), wies Kritik zurück. Diese habe zu einer starken Verunsicherung der Antragsteller beigetragen. Bei einem Probelauf mit 4600 Personen hätten mehr als die Hälfte den Test auf Anhieb bestanden. „Das widerlegt die Kritik, der Test sei zu schwer.“
Den Fragenkatalog hat das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Berliner Humboldt-Universität entwickelt. Mit dem Test soll geprüft werden, ob Ausländer, die Deutsche werden wollen, genug über die Rechts- und Gesellschaftsordnung wissen. Zu jeder Frage sind vier Antworten vorgegeben. Nur eine davon ist richtig. Die Prüflinge können sich auf den Test vorbereiten. Das Bundesinnenministerium hat den Fragenkatalog veröffentlicht. (dpa/roe)

Fragen aus dem Einbürgerungstest finden Sie unter
www.lr-online.de/einbuergerung