Die Produktion aus Serbien und Montenegro zeichnet nach Angaben des Festivalbüros das Porträt einer Generation, die vom Zerfall Jugoslawiens geprägt wurde. Die Zuschauer konnten während des fünftägigen Festivals in Brandenburg mehr als 100 Streifen junger Regisseure aus 23 Ländern Mittel- und Osteuropas ansehen. Höhepunkt war am Samstagabend die Vergabe von 15 Preisen für insgesamt 56 500 Euro.Der Spezialpreis für die beste Regie ging an den Film "The paper will be blue" von Radu Muntean (Rumänien) über die Revolution 1989 in dem Balkanland. Zum Abschluss gab es die Deutschlandpremiere des Streifens "Herzentöter". Das mystisch-humorvolle Roadmovie in der Regie des gebürtigen Cottbusers Bernd Heiber spielt im Spreewald und erhielt viel Beifall. Einen Termin für den Kinostart gibt es noch nicht. Zu dem renommierten Festival des jungen osteuropäischen Films kamen rund 16 000 Besucher und damit etwa so viele wie im Vorjahr. Darunter waren 550 Fachbesucher aus 26 Ländern.

Mit dem Spezialpreis für eine künstlerisch herausragende Einzelleistung wurden die Hauptdarsteller des rumänischen Beitrages "12:08 East of Bucharest", Mircea Andreescu, Teodor Corban und Ion Sapdaru, geehrt. Die Auszeichnung als bester Kurzfilm ging an "The tube with a hat" von Radu Jude (Rumänien). Den Publikumspreis erhielt der Film "Kirgisische Mitgift" des kirgisischen Regisseurs Nurbek Egen.

Im Wettbewerb Spielfilm hatten sich zehn Filme aus acht Ländern der internationalen Jury präsentiert. Der Wettbewerb Kurzspielfilm bot zwölf Beiträge. Der Schwerpunkt lag bei Beiträgen aus Bulgarien und Rumänien, die am 1. Januar 2007 der EU beitreten. Bei der Abschlussveranstaltung versicherte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), das Land werde die Förderung für das Festival 2007 (6.-10. November) weiterführen.

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