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13 Bürgermeister werden gewählt

Wahlurne
Wahlurne FOTO: Stefan Sauer (dpa)
Cottbus. 13 Lausitzer Städte suchen heute einen neuen, oder alten Bürgermeister. Ergebnisse werden nach der Bundestagswahl ausgezählt und werden deshalb erst am späten Abend erwartet. Hier die Übersicht: red

Über den Chef der kommunalen Verwaltung wird am Sonntag unter anderem in Luckau (LDS), Doberlug-Kirchhain, Elsterwerda, Falkenberg, Finsterwalde, Herzberg (alle EE), Calau, Großräschen, Vetschau (alle OSL) sowie Kolkwitz (SPN) abgestimmt. In der sächsischen Oberlausitz wird unter anderem in Rietschen, Trebendorf und Weißwasser (alle Kreis Görlitz) der Bürgermeister gewählt. Die Wahlberechtigten haben jeweils eine Stimme, die sie einem der Kandidaten geben können.

Um die Wahl zu gewinnen, muss ein Bewerber mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten. Das muss zugleich mindestens 15 Prozent der wahlberechtigten Personen entsprechen. Ist das nicht der Fall, kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang. In Brandenburg ist dafür der 14. Oktober angesetzt. Erfüllt auch in dieser Abstimmung keiner der beiden die Mindestanzahl an Stimmen, wird der Bürgermeister oder Oberbürgermeister vom Stadtrat oder der Gemeindevertretung gewählt.

Spannung verspricht der Abend in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster). Dort sieht sich Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP), der ein drittes Mal kandidiert, gleich drei Herausforderern - Sebastian Rudolph (CDU), Torsten Drescher (SPD) und Ingo Setzermann (parteilos/Linke) - gegenüber. Wahlleiterin Jana Lange konstatierte bis 16.45 Uhr einen Wahlverlauf ohne Zwischenfälle und mit zufriedenstellender Wahlbeteiligung schon um 14 Uhr. In den Ortsteilen war zu dem Zeitpunkt etwa jeder zweite Wahlberechtigte bereits an der Wahlurne. In der Kernstadt immerhin 40 Prozent der Wähler.

Auch in Herzberg (Elbe-Elster) wird nicht nur der Bundestag, sondern auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Michael Oecknigk (CDU) ist nach 24 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl angetreten. Die Herzberger können sich heute zwischen Ulf Lehmann (Wählergemeinschaft Herzberg zählt), Mario Lehmann (Einzelkandidat) und Karsten Eule Prütz (Einzelkandidat) entscheiden. Die Herzberger Wahllokale verzeichnen bis zum frühen Nachmittag eine hohe Wahlbeteiligung. Im größten Wahllokal im Bürgerzentrum hatten bis 14 Uhr von 1270 Wahlberechtigten 603 bereits gewählt. Dazu haben206 schon per Briefwahl gewählt, so die Vorsitzende des Wahlvorstandes Ingrid Müller. Auch im kleinsten Herzberger Wahllokal in Friedersdorf (95 Wahlberechtigte) lag zur Kaffeezeit die Beteiligung bei weit mehr als der Hälfte, sagt Wahlvorstand Andrea Kukla. Ähnlich war das Bild im Herzberger Ortsteil Gräfendorf.

In der amtsfreien Stadt Schönewalde, wo die Bürger nur den Bundestag wählen, lag die Wahlbeteiligung laut Stadtwahlleiterin Christiane Knese gegen 16 Uhr bei knapp 45 Prozent.