Bundesweit liegt diese Zahl sogar nur bei rund 10,6 Prozent.

Dabei gibt es im Flächenland Brandenburg große Unterschiede. Während das Potsdamer Studentenwerk nur knapp zehn Prozent der neuen Studenten mit Wohnraum versorgen kann, liegt dieser Wert in Cottbus und Frankfurt (Oder) jeweils fast doppelt so hoch. An den beiden Hochschulorten stehen etwa 120 Studenten auf einer Warteliste für ein Zimmer des Studentenwerkes, sagte Leiterin Ulrike Hartmann. Sie rechnet jedoch damit, dass bis Ende Oktober an alle Suchenden Wohnraum vermittelt werden kann.

In Potsdam hingegen stehen derzeit rund 275 Studenten auf der Warteliste des Studentenwerks, wie Sprecherin Gudrun Wewetzer weiter sagte. Am "Tag der freien Vergabe", an dem übrig gebliebene Zimmer an Suchende vermittelt werden, kamen 110 Studenten auf nur 47 freie Zimmer. "Damit konnten zum ersten Mal nicht alle mit Zimmern versorgt werden", sagte Wewetzer weiter. Wegen der hohen Nachfrage seien auch Zimmer vergeben worden, die aufgrund ihres schlechten Zustandes in den vergangenen Jahren gar nicht erst angeboten wurden.

Angesichts dieser Zahlen hat der Verein "Freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften" (FZS) eine Kampagne gestartet, durch die die Politik auf die Situation aufmerksam gemacht werden soll. Beim FZS ist Erik Marquardt zuständig für Brandenburg.