Oktober 1993, wurde der deutsche Sanitätsfeldwebel Alexander Arndt (26) in Kambodscha auf offener Straße erschossen. Er war der erste von bisher 102 Bundeswehrsoldaten, die im Auslandseinsatz ums Leben kamen. Die meisten - 54 - starben in Afghanistan. Von den 101 deutschen Soldaten, die nach ihm im Ausland ums Leben kamen, starben 36 wie er durch "Fremdeinwirkung", wie es heißt. Von Gefallenen sprach man 1993 noch nicht. Auch Begriffe wie Veteranen oder Krieg waren noch tabu. Die Bundeswehr wurde ins Ausland geschickt, um Verletzte zu versorgen oder Brunnen zu bohren.