Brandenburg muss in den nächsten zehn Tagen rund 4000 neue Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hat laut Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch am Mittwoch das Sozial- und Innenministerium in einer Telefonkonferenz die Landräte und Oberbürgermeister informiert. Weil die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt erschöpft seien, müssten weitere Außenstellen eingerichtet werden.

Für Cottbus heißt das, dass zuerst zwei Turnhallen in der Poznaner Straße belegt werden müssen. Dort ist Platz für zunächst etwa 250 Menschen. Weitere Kapazitäten sollen bei Bedarf in der Lausitz-Arena geschaffen werden. Laut Innenministerium sind die Messehallen eine weitere Option. "Das wird geprüft", so Pressesprecher Wolfgang Brandt. Allerdings stehen die Hallen laut Stadt wegen Bauarbeiten frühestens im November zur Verfügung. Kelch kritisierte die Landesregierung, die die Probleme und Mahnungen aus den Kommunen lange Zeit nicht ausreichend beachtet habe.

In Sachsen sollen Asylbewerber auch ohne Registrierung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) von der Erstaufnahmeeinrichtung auf die Kommunen verteilt werden. Darauf hätten sich die Teilnehmer eines Asyl-Spitzengesprächs von Kommunen und Staatsregierung bei Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) verständigt, sagte der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) am Mittwoch.

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