Im Interview mit der RUNDSCHAU verweist Statnik im Vorfeld des Jubiläums darauf, dass das Einfrieren der Mittel für die Stiftung für das sorbische Volk durch den Bund sowie die Länder Sachsen und Brandenburg für die Zukunft Kopfzerbrechen bereite. "Wir werden bei Beibehaltung unserer geplanten Projekte im Jahre 2013 mit einem Defizit von einer Million Euro dastehen", erklärt der Chef der Dachorganisation der Sorben in der Lausitz. Wenngleich Statnik anerkennt, "dass wir von der Politik akzeptiert und unterstützt werden", so müsse es bei den Mitteln für die Stiftung für das sorbische Volk Nachbesserungen geben .


Am 13. Oktober 1912 ist die Domowina im damaligen Gesellschaftshaus in Hoyerswerda gegründet worden. Zu dieser Zeit gab es mehr als 200 000 Sorben in der Lausitz. Seither hatte die slawische Minderheit in Deutschland eine wechselvolle Geschichte. Dass sein Volk mehrere politische Epochen überstanden hat und nach 1989 "der Wandel hin zu einer offenen demokratischen Institution gelungen ist", dafür sei die Domowina der Garant. Statnik sieht den Bund Lausitzer Sorben heute als einen anerkannten Partner in Politik und Gesellschaft.

Während des Festaktes zum Domowina-Jubiläum wird es ein buntes Programm mit dem Sorbischen National-Ensemble und Schauspielern des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen geben. Die Niederlausitz wird unter anderen mit dem Ensemble Freundschaft aus Cottbus sowie Trachten- und Tanzgruppen aus Bärenbrück, Lübbenau, Neu Zauche und Sielow vertreten sein.

Mit dem Journalisten und Historiker Manfred Ladusch hat sich die RUNDSCHAU über dessen Buch zum Domowina-Jubiläum unterhalten und Meilensteine einer Hundertjährigen notiert.