Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sagte der LVZ auf Anfrage, das Geld in ihrem Bereich fließe unter anderem in Studentenwohnheime, zahlreiche Sanierungsprojekte von Dächern bis zu Sanitäranlagen, in Forschungsgeräte sowie in Landeseinrichtungen wie die Landesbibliothek. Lange Wunschliste Das Ministerium führe eine lange Wunschliste im Umfang von 475 Millionen Euro. Dazu gehören auch die Rechtsmedizin der Uni Leipzig und das Physikgebäude der TU Dresden. "Wir können jetzt teils jahrelange, bauliche Ärgernisse beseitigen, weil sich solche Vorhaben schnell umsetzen lassen”, erklärte Stange. Zugleich betonte sie, der Kofinanzierungsanteil müsse aus dem Gesamthaushalt des Landes und nicht nur aus ihrem Ressort erbracht werden. Tillich und Stange nehmen für sich in Anspruch, den Bund dazu gebracht zu haben, dass der Hochschulbereich vom Konjunkturpaket profitiert. Spitzenposition ausbauen "Der Freistaat will die Spitzenposition in der ostdeutschen Hochschullandschaft weiter ausbauen", sagte Tillich. In der nächsten Runde des Elite-Wettbewerbs solle auch in Sachsen eine Spitzenuniversität gekürt werden. Die Hochschulen sollten zudem für Bewerber aus anderen Ländern noch attraktiver werden. "Investitionen in Lehre und Forschung sind die richtige Botschaft in Zeiten wirtschaftlicher Krisen", betonte Stange. Der Freistaat erhält aus dem Konjunkturpaket II 120 Millionen Euro, hinzu kommt ein Eigenanteil von 40 Millionen. Zwei Drittel dieser 160 Millionen müssen ohnehin im Bildungsbereich ausgegeben werden, ein Drittel für weitere Infrastrukturvorhaben. Das Kultusministerium hat vor allem Sportstätten-Projekte angemeldet. Umstritten sind noch die Eigenanteile der Kommunen, die 480 Millionen aus dem Konjunkturpaket erhalten. Die Entscheidungen trifft das Kabinett heute in einer Sondersitzung.